2026
Pressestimmen
Ein Jahrzehnt mit der Ramthor-Stiftung auf Du und DuSophies Gessners Gedanken nach 10 Jahren Förderung
Die „letzten“ Winterferien vor dem Abitur-Jahrgang 2025/2026 sind Geschichte und waren gute Gelegenheit, die großartigen Leistungen der Teilnehmenden an den Olympischen Winterspielen in Italien zu verfolgen. Nicht selten war da etwas vom „Spagat“ zwischen dem Lernen und sportlichen Herausforderungen zu hören und zu sehen. So wird es auch einigen des Abitur-Jahrgangs im Apoldaer Gymnasium gegangen sein: Winterferien und Ausspannen oder noch einmal eine gewaltige Zunahme an Lernleistungen, um das Abitur „glänzend“ (und ohne Medaillen) zu bestehen.Zugleich ist jetzt hohe Zeit, sich für eine Förderung durch die nun bereits über 20 Jahre bestehende und hoch geschätzte „Regina und Günter Ramthor-Stiftung“ zu bewerben. Das geht auch über www.Ramthor-Stiftung.deUnter den Bewerbungen wird in wenigen Monaten der Stiftungsrat eine Entscheidung treffen; dem Stipendiaten wird eine Förderung über viele Jahre des Studiums garantiert.Über die bisherige Arbeit der Ramthor-Stiftung und die auserwählten Stipendiaten wird in einer Festschrift berichtet, die die Jahre 2004-2024 umfasst.10 Jahre davon hat Sophie Gessner (vordem Meißner) die großartige Unterstützung verspürt. Sie schreibt darüber Folgendes:Abi 2016 – große Erleichterung nach absolvierten Prüfungen, überschwängliche Vorfreude auf den Umzug in eine neue Stadt und den Beginn des Studiums, aber auch spürbare Aufregung vor allen anstehenden Herausforderungen. Wie schön war es da, bei den Ramthors mit einer Tasse Kaffee auf der Couch zu sitzen und den Zuspruch zu erhalten: „Spaß muss es machen!“Im Verlauf des Studiums waren da selbstverständlich nicht ausschließlich Leichtigkeit und Freude. In vielen Momenten fragte ich mich, wohin das führen soll. Das Erleben und Verhalten des Menschen besser verstehen, das war mein Ziel im Rahmen des Psychologiestudiums. Doch von Zeit zu Zeit kam der Eindruck auf, der Stoff führe vom Hundertsten ins Tausendste. Umso größer wurde die Sorge vor den anstehenden Prüfungen, vor allem mit Blick auf die notwendige gute Abschlussnote zum Ergattern eines Wunsch-Masterplatzes. Letztlich haben sich all die mit Lernen durchzechten Nächte bezahlt gemacht und ich kann auf ein erfolgreiches und vor allem lehrreiches Studium zurückblicken. Insbesondere im Master lernte ich die Psychologie in all ihren Facetten immer mehr zu schätzen und konnte mich sowohl für das wissenschaftliche Arbeiten als auch das psychotherapeutische Arbeiten begeistern. Nach Abschluss des Studiums im Jahr 2021 war ich deshalb unglaublich froh, als sich die Chance ergab, beiden Interessen weiterhin nachgehen zu können. So begann ich meine Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und startete in mein Promotionsprojekt. Und auch hier dachte ich immer wieder an die Worte vom Ehepaar Ramthor: „Spaß muss es machen!“. Wenn ich spät am Abend an meiner Dokumentation in der Psychotherapieambulanz saß oder Samstagnachmittag die Konzentration in Theorieseminaren schwand, fragte ich mich manchmal, ob mir das wirklich Spaß macht. Doch die tollen Momente mit Patientinnen und Patienten, in denen wir Erfolge feierten und die wertschätzenden Rückmeldungen zu meinem Promotionsprojekt machten mir immer wieder Mut und ließen mich neue Kraft tanken. 2026, 10 Jahre nach dem Abi, möchte ich sowohl meine Approbationsprüfung zur Psychologischen Psychotherapeutin absolvieren als auch meine Promotion verteidigen – Endspurt also!Heute verstehe ich die Worte der Ramthors noch einmal anders. Sie meinten wohl kaum, dass Lernen und Leben zu jedem Zeitpunkt leichtfallen oder ununterbrochen Freude bereiten müssen. Vielmehr habe ich gelernt zu erkennen, wofür ich Mühe und Anstrengung auf mich nehme und die besonderen Momente auszukosten, in denen ich spüre: „Hier bin richtig.“Dieses Vertrauen, verbunden mit Ermutigung und Unterstützung durch die Ramthor-Stiftung, hat mich durch anspruchsvolle Phasen getragen. Dafür bin ich von Herzen dankbar. Ich kann es Abiturientinnen und Abiturienten nur wärmstens empfehlen, sich um ein Stipendium zu bewerben.Dafür ist es gerade jetzt hohe Zeit.Foto von Nicole Nerger, Fotografin an der FSU Jena. Es zeigt Sophie Gessner bei einem Beratungsgespräch an ihrer Arbeitsstelle. Sie bietet telefonische psychologischeBeratung für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz an.